Meine persönliche EAGLE CAD-Seite  

mein Eagle-Logo

Aufheben der Bergrenzung der FREEWARE / STANDARD-Edition.

Die Begrenzungen im BOARD:

Im BOARD hat EAGLE in der Freeware eine Bergrenzung auf 100x80mm und 2 Kupferlagen.
Die Standard-Edition auf 160x100mm.
Was aber nicht bedeutet dass man keine größeren Platinen machen könnte.
Die Absolute Grenze ist ±2m, also insgesammt 4m in X und Y.

Die Begrenzung bezieht sich eigentlich nur auf die Platzierung von Bauteilen mit elektrischen Kontakten, also PAD und SMD.
Das Bedeutet, man kann keine Packages im Bereich -X -Y und größer +X 100mm und +Y 80mm platzieren, wenn einer der Kontakte ausserhalb dieser Koordinaten zu liegen kommen würde.
In der Standard-Edition man kann keine Packages im Bereich -X -Y und größer +X 160mm und +Y 100mm platzieren.
Versucht man es trozdem gibt EAGLE eine Fehlermldung aus dass das Package ausserhalb der gültigen Koordinaten liegt.

Das ist aber kein Problem, da man die Zeichnungen im Maßstab 1:10 * (oder 1:100) anlegen kann, da die interne Auflösung von EAGLE 3.125nm ist, reicht diese Genauigkeit.

Wem also die Platinengröße von 100x80mm zu klein ist, der kann einfach die Bauteile (Packages) in den Bibliotheken entsprechend runterskalieren (dazu gibt es ein kleines ULP cmd-scale-xy-pac-sym.ulp).
Dann müssen nur die Design-Regeln (DRC) bezüglich der Leiterbahnbreiten, Abstände, Bohrungen und Restringe von PAD und VIA entsprechend um den gleichen Faktor angepasst werden,
und schon kann man Platinen mit * 1000x800mm erstellen.
Wichtig ist dann nur, dass bei der CAM-Ausgabe der Faktor 10:1 eingestellt werden muss und man dem Leiterplattenhersteller die Gerber- und Excellon- (Bohrdaten) Daten sendet.
Würde man dem LP-Hersteller die Ealge-BRD-Datei senden, dann würde man eine Plaine um den Faktor 10 zu klein erhalten.

Ein Besonderheit ist die Platzierung der Packages von EAGLE selbst.
Schaltet man zum ersten mal vom Schaltplan zum Board um, platziert EAGLE die Packages links von der Koordinate X 0.0 und auch oberhalb wie unterhalb der Koordinate Y 0.0. Also im verbotenen Bereich.
Irgendwo muß EAGLE ja die Packages zuerst mal ablegen ohne dass sie im Weg sind.
Fasst man jetzt ein Package mit MOVE (MIRROR, ROTATE) an, kann man es nicht mehr ausserhalb der gültigen Bereich ablegen. Das ist nur EAGLE selbst vorbehalten!

Jetzt ist der Layouter gefragt, denn nur Er kann wissen wo Befestigungsbohrungen, Steckverbinder und alle übrigen Bauteile platziert werden müssen.
Manche Anwender fragen auch nach einem Auto-Placer, nur woher soll der wissen wo die Bauteile hin müssen?
In manchen CAD-Systemen gibt es so einige mehr schlechte als rechte Versuche einen Autoplacer zu intergieren, aber geschafft hat das noch keiner.
Auch für den EAGLE haben Anwender mal versucht mit einem ULP einen Autoplacer zu realisieren, das ging aber voll in die Hose. Weil wie oben schon angesprochen, woher soll der Autoplacer wissen wo Befestigungsbohrungen und Steckverbinder platziert werden müssen. Das sind bezogen auf die Platzierung die wichtigsten Vorgaben, denn die müssen ja zu den Bohrungen und Durchbräche des Gehäse passen!
Nicht mal die Boardkontur ist zu diesem Zeitpunkt vorgegeben.
Klar man kann sich Packages mit der Kontur im Layer Dimension anlegen, vor allem dann wenn man immer wieder die gleiche Kontur für Platinen benötigt. Aber dann weiß der Autoplacer immer noch nicht wo die besagten Bauteile platziert werden sollen.

Ein Ansatz eines ULP war, die Packages bezogen auf die Platzierung im Schaltplan vorzunehmen, aber des klappt auch nicht wirklich. Ok, man nimmt einen IC und plaziert die anderen Bauteile drum herum, wie in Schaltplan. Nur was macht man wenn ein IC aus mehreren Gates besteht und die auf verschiedenen Seiten plaziert sind. Beispiel 4-fach NAND. Jedes Gate kann auf einer anderen Schaltplanseite sein, und dann noch Verbindungen mit NETzen über ein NET-Label realisieren. Da ist jeder Algorithmus schnell am Ende. Und selbst **KI kommt hier nicht weiter.
Dazu kommt auch noch die Berücksichtigung von Leiterbahnführungen bez. Spannungsabstände, Störeinflüsse wie induktive und kapazitive Kopplungen (Übersprechen). Und die Überschattung der Bauteile bez. des Handlig von Bestückungsautomaten muss auch noch berücksichtigt werden.
Man sieht also, da muss echte Itillegenz her.

**KI ist nicht wirklich eine Intelligenz. Tatsächlich sind das nur Datenbanken die man antrainieren kann, und sie sind nur so gut wie die Trainungsvorlagen.
Apropos KI und ChatGPT. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und ChatGPT gebeten mir ein kleines ULP für EAGLE zu schreiben.
Selten so einen Murks von C-Code gesehen! Zwar hat ChatGPT irgendwoher erkannt das ein ULP in C geschrieben wird, aber mit den Dialog-Funktionen und den speziellen Beschränkungen der intergrierten C-Funktionen so wie Variablen-Typen der ULP-Sprache, kann diese "KI" nicht umgehen.
Da fehlt noch jede Menge Trainig.

Bei Fragen: